12-Stunden-Lauf Prambachkirchen 2019

Von einem Extrem ins andere beim 12 Stunden Lauf in Prambachkirchen. Hieß es voriges Jahr noch Ü30 Grad im Schatten hatten wir heuer mit Dauerregen und kühlen Temperaturen zu kämpfen. Zum Glück hatten wir mit Andrea und Jörg in der Staffel ein Auto voller Ausrüstung dabei, darunter auch ein Pavillon, Liegen, Stühle und Tisch. Sogar ein Kühlschrank war mit dabei 🙂

Wir reisten wieder am Freitag an um enspannt die Startnummer abzuholen und einen Platz für uns zu suchen. Da wir schon morgens mit Regen rechneten, stellten wir den Pavillon bereits am Abend davor auf, gut festgezurrt damit er nicht über Nacht Flügel bekommt. Samstag Früh um 05:00 bekamen wir sogar ein Frühstück in unserer Unterkunft, da wir dieses mal nicht die einzigen Läufer waren. Letztes Jahr gab es das nämlich noch nicht :p

Pünktlich um 06:30 starteten wir auf den knapp 1,5 km langen – oder kurzen – Rundkurs. Grau in grau und nass liefen wir also unsere Runden, vorbei an den Zeitmatten, der Labe für Einzelläufer, rund um die Zelte der Staffeln den Raikaberg hoch, zum Bahnhof runter um dann den Sparberg zu erklimmen an den anderen Staffelzelten vorbei wieder Richtung Zeitmatten. Wer dabei war, weis welche Berge ich meine 😉 Den Pace hab ich nach ein zwei Kilometern auf das gesetzte Ziel angepasst so dass ich diese Zeit Runde um Runde fürs erste halten konnte.

Waren es anfangs noch 10 Minuten pro Runde, hab ich die Zeit gegen Mittag auf ca. 11-12 Minuten erhöht. Denn langsam stellte sich Müdigkeit und auch die ersten Wehwehchen ein. Nach 6 Stunden hatte ich ca. 48 km auf der Uhr stehen und war mehr als zufrieden. Jetzt müsste ich nur noch einen Marathon dran hängen und ich hätte mein Ziel in der Tasche. Aber es sollte anders kommen.
Ungefähr bei km 55 habe ich Schuhe und Socken gewechselt in der Hoffnung die neue Belastung würde helfen, aber die erste Schuhwahl war ziemlich daneben, also schlüpfte ich noch mal in Schuh eins. Aber das ging auch nicht so lange gut also hab ich Schuh Nummer 3 probiert, welcher durch das Goretex zwar schwerer, dafür aber warm und trocken war. Auch die angebotene Massage habe ich in Anspruch genommen, aber leider war es da schon zu spät und meine Hüften haben komplett zu gemacht und die Schmerzen haben bis ins Knie gezogen sodass ich nur noch humpelnd und gehend voran kam. Aber zumindest waren jetzt die Füße warm und trocken :p


Das Gute, wenn man nicht so schnell unterwegs ist, man hat genug Zeit sich mit den vielen Läufern zu unterhalten. Da sind schon ein paar irre Vögel dabei. Andy und Jelina zum Beispiel, die beide eine Woche zuvor den 24 Stunden Lauf in Blumau absolviert haben. Erwin und Franz, die beide beim 6 Stunden Lauf dabei waren. Und endlich konnte ich im echten Leben Maria und ihre Mama Monika kennen lernen. Facebook sei Dank haben wir ja schon öfter kommuniziert, aber eben noch nie in echt. Monika startete mit 59 Jahren als Einzelläuferin beim 12 Stundenlauf und Maria in der 2er Staffel, die aber bis 13 Uhr durchhalten musste und uns danach noch angefeuert hat 🙂 Patrick war auch wieder dabei, hier noch mal herzliche Gratulation zum Nachwuchs 😀 Und natürlich Michele, der französische Clown der jeden Läufer auf der Stecke unermüdlich angefeuert hat 🙂 Die Ultrafamilie ist schon ein ganz lustiger Haufen und so vergehen auch 12 Stunden wie im Flug.

Als dann endlich die magische 10 auf der Uhr auftauchte, hat das genau gar nichts bewirkt. Voriges Jahr hat mir die Anzeige der zehnten Stunde noch mal einen richtigen Auftrieb verpasst, aber davon konnte ich heuer nur noch träumen. Dafür ging die Rechnerei los. Im Prinzip bin ich dann knapp nicht an mein Minimalziel heran gekommen, eine Runde mehr als letztes Jahr, denn es wurden nur 82,5 km. Aber in Anbetracht der Schmerzen doch noch eine ganz gute Leistung.

Mein Ziel mich die 12 Stunden durch zu bewegen habe ich trotzdem erreicht. Auch die Verpflegungstaktik ist mir dieses mal aufgegangen. Ich habe von Anfang an versucht zu essen und zu trinken. Alle zwei bis drei Runden gab es Melone und Brezeln und später Kartoffeln mit Salz, dazu immer Wasser und im Pavillon meine IXSO Getränke mit und ohne Koffein. Ich habe gänzlich auf Iso, Cola und Red Bull verzichtet. Keine Magen- oder Bauchschmerzen, kein Durchfall und kein Hungerast. Was ich für das nächste mal lerne: Früher Schuhe wechseln und die Massage in Anspruch nehmen.
Alles in Allem bin ich trotzdem zufrieden und freue mich über meinen Platz 3 von 6 in der W-40 🙂

Und jetzt zum Staffelbewerb. Das Team Runfiz wurde unterstützt von Josef, der sich zum Glück in letzter Sekunde meldete und als vierter Läufer eingesprungen ist. Ich kann es mir ja nur schwer vorstellen immer eine Stunde Vollgas zu laufen, dann 3 Stunden zu warten und dann wieder zu laufen. Das ganze 3 mal. Aber die vier haben das super hinbekommen und hatten offenbar auch noch viel Spaß dabei. Viel hab ich leider nicht von ihnen mitbekommen, aber auf den Fotos sieht das ja ganz gut aus. Zusammen haben sie 138,9 km geschafft, was ihnen Platz 2 in der 4er Staffel mixed eingebracht hat. Sponsor ist die Firma Pöyry Austria, welche die Kilometer in Geld für die Kinderkrebshilfe verwandelt. Hier noch mal vielen Dank Josef fürs Einspringen, ohne dich wäre das nicht möglich gewesen! Wir sehen uns hoffentlich bald mal wieder 🙂

Noch mehr Fotos vom Lauf findet ihr auf https://www.12hprambachkirchen.com/infos/fotos/fotos-2019/

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2. Oberndorfer Inklusions-Friedenslauf

Dieses mal mit dem gesamten Runfiz Team auf der Strecke. Nachwuchstalent Eric beim Kinderlauf, Andrea und Jörg bei den 5 Kilometern und Mike und ich beim 10 Kilometer Lauf.

Megy Feel von Laufend lachen schenken war mit ihrem Kuchenstand zu Gunsten der Kinderkrebshilfe OÖ auch vor Ort. Leider war das Wetter zu Beginn nicht auf unserer Seite und hat mal schnell alle Servietten davon geweht und der Regen hat alles nass gemacht.

Starten durfte als erster bei leichtem Nieselregen unser Sunnyboy Eric. Er lässt sich super leicht von Zurufen ablenken und ist immer besonders neugierig was so rund um die Laufstrecke passiert, aber er ist immer eines der Kinder, das ohne Hilfe seine Strecke abläuft und nicht wie manchmal schon gesichtet am Arm gezogen werden muss 😉 Zuhause dreht er seine Trainingsrunden im Garten rund um den Pool, da muss dann auch mal der Papa herhalten zum Fangen spielen.
Mit Startnummer 1 wurde er wohl auch als Favorit gehandelt hihi 😀

Danach wurde der Regen stärker und die Starts der nachfolgenden Läufe um ein paar Minuten verschoben, so fröstelten wir unter dem Dach dahin und warteten auf unser Zeichen.

Nach dem der eigentliche Hauptlauf, der 1 Km Inklusionslauf beendet war und alle glücklich im Ziel angekommen sind, ging es endlich für uns ab auf die Piste. Andrea und Jörg je eine Runde mit 5 km und Mike und ich noch eine zweite Runde. Wir liefen über die Brücke und somit über die Grenze ins benachbarte bayrische Laufen, über Kopfsteinpflaster und ein paar Engstellen, bei denen es sich auf Runde eins noch sehr drängelte, über die Europabrücke retour nach Österreich. Entlang der Salzach, vorbei an der Stillen Nacht Kapelle zum engsten Wendepunkt aller Zeiten. Die erste Kurve hab ich nicht so gut gekriegt und wär fast raus geflogen :p

Auf Runde zwei war es dann um so einsamer und es war schwerer das Tempo zu halten, da eigentlich keiner mehr da war, an den ich mich ran hängen konnte. Zielvorgabe von Trainer Bernd von der Trumer Leistungsdiagnostik war die 10k unter einer Stunde zu laufen. Schnellste Zeit bis dahin war 1:01 und ein paar Zerquetschte. Nach Kilometer 9 standen 52 Minuten auf meiner Uhr und ich dachte nur, na jetzt aber flott, damit sich das ausgeht. Keine Ahnung warum, da hätte ich schon gehen müssen um für den letzten Kilometer 9 Minuten zu verprassen haha. Jedenfalls zog ich das Tempo noch mal an und konnte nach einer gefühlten Ewigkeit mit der offiziellen Zeit von 57:43 durch das Ziel laufen. Endlich unter einer Stunde 😀

Danach schnell raus aus den nassen Klamotten und rein ins Auto. Dieses mal hatte keiner so richtig Lust länger zu bleiben, weil es einfach nicht so angenehm war wie letztes Jahr. Ich hoffe trotzdem, dass noch viele Spenden für die Lebenshilfe Oberndorf und die Kinderkrebshilfe OÖ zusammen gekommen sind.
Was uns dieses mal gefehlt hat war eine Tombola für alle, da hätten wir schon wieder ein paar Lose gekauft und leider gab es wieder keine Medaillen für den 5 km und 10 km Lauf. Dabei sahen die von der Lebenshilfe gefertigten Holzmedaillen, welche die Kinder bekommen haben, sehr schön aus. Na vielleicht ja nächstes Jahr.
Auch bei der Labe war für die Schlussläufer des 10 km Laufes am Ende nichts mehr übrig, da hätte man vielleicht noch eine Melone und ein paar Bananen aufheben können. Ich weis, die meisten Läufer waren auf den kürzeren Distanzen unterwegs, aber ich hätte schon auch gern ein Stück Melone gegessen nach dem Lauf :p
Der Lauf ist zwar klein, aber mit viel Liebe organisiert und die Einnahmen sind für den guten Zweck. Also Leute, nächstes Jahr will ich ein paar von euch dort treffen und dann klappts vielleicht auch wieder mit dem Wetter 🙂

Und hier noch Fotos von uns aufgenommen während des Laufs von den Fotografen des Fotoclubs Oberndorf 🙂

Bilder von der gesamten Veranstaltung findet ihr hier, vielen Dank an den Fotoclub Oberndorf:
https://oberndorf-friedenslauf.jimdofree.com/

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