12-h-Benefizlauf von Prambachkirchen

12 Stunden laufen? Nie im Leben, oder doch? Irgendwie muss ich an meinem Durchsetzungsvermögen arbeiten, ich bin einfach viel zu leicht zu überreden. Es hat wirklich nicht lange gedauert, bis ich den Entschluss gefasst habe, mich für Prambachkirchen anzumelden. Man muss ja nicht durchlaufen, kann ja pausieren, laben und sehen, was rundherum so passiert. So hab ich mir das zumindest vorgestellt.

Nach einer gemütliche Nacht im Froßdorfer Hof in Waizenkirchen, hat mich Mr. Runfiz nach Prambachkirchen gefahren. Immerhin war Start für die 12 Stunden schon um 6:30. Obwohl „schon“ eigentlich nicht stimmt, früher wäre mir lieber gewesen, denn da hätten wir länger die Kühle der Nacht genießen können. Aber gut, hat ja so schlussendlich auch funktioniert. Er ist dann wieder zurück zu seinem Frühstück gedüst, denn auf seinen Start musste er noch über 6 Stunden warten.

Es war eigentlich von der Früh weg ein wildes Getümmel. So viele Staffelteilnehmer haben für Stimmung gesorgt. Da wurde es wirklich nicht langweilig. Im Laufe des Vormittages bauten auch die Anwohner nach und nach ihre „Zuschauerstände“ auf, teils mit Musik und später noch lebensnotwendig mit Wassersprenklern und Wassercontainern. Die ersten 4 Stunden liefen auch ganz gut. Ich hatte 8 Kilometer in der Stunde angepeilt und konnte dies eben bis zur vierten Stunde gut halten. Danach machte mir aber der Unterleib etwas zu schaffen, hatte sich doch am Tag davor die Rote Tante zu Besuch eingenistet. Von da an habe ich mir eine Lauf-Geh-Taktik zurecht gelegt, 700 Meter laufen, 300 Meter gehen. Dazwischen Toilette und Labe. Das hat dann eigentlich für viele Stunden gereicht. Auch wenn die Stimmung dadurch nicht so gut war. Zwar hat mir Mr. Runfiz vor seinem Start geflüstert, dass ich laut Liste an zweiter Stelle bin, aber das konnte unmöglich sein. Mein Kopf wollte das nicht glauben. Megy (spätere Siegerin, yeah Megy 🙂 ) hat mich so oft überrundet, und viele andere auch. Da hat er sich sicher verschaut.

Irgendwie verging aber doch die Zeit und plötzlich waren 10 Stunden rum. Genau zu diesem Zeitpunkt kam ich zur Labe, wo ich mit Patrick abgeklatscht habe und wir uns gemeinsam auf die nächsten Runden begaben. Beflügelt durch die nette Begleitung und den langsam aufkommenden Wind konnte ich wieder zu meinem ursprünglichen Plan zurück kehren und zwei Runden laufen, einen Boxenstopp bei der Labe einlegen und wieder zwei Runden laufen. Patrick hat mich nach ein paar Runden verlassen und zwar mit den Worten: Ich kann nicht mit dir mithalten. Waaaas? Nicht mit mir mithalten? :O Ich war sowas von baff aber auch stolz wie nur sonst was. Das ich so etwas mal hören darf hätte ich nicht gedacht. Er selber belegte schlussendlich den ersten Platz in seiner Altersklasse und drehte die letzten Runden mit dem späteren neuen Österreichischen Rekordhalter Hubert, der in der Altersklasse M75 mit 74 Kilometern einen neuen Rekord aufstellte. Wahnsinns Leistung von euch beiden, und Danke Patrick für die nette Unterhaltung, daraus habe ich viel Energie gezogen!

Kurz danach habe ich noch ein paar Runden mit einer 6-Stunden Läuferin gedreht. Leider habe ich vergessen, nach ihrem Namen zu fragen, ich hoffe sie verzeiht mir. Während wir so dahin getrabt sind hat sich eine dicke schwarze Wolke über uns entleert. Endlich Abkühlung. Ich hab mich noch nie in meinem Leben so sehr auf Regen gefreut wie in diesem Moment. Den ganzen Tag habe ich mir schon Wolken und Abkühlung herbei gesehnt und endlich war es soweit. Die Unterhaltung und der Regen haben mich so gepusht, dass mich auch meine Begleiterin verließ. Tatsächlich mit den gleichen Worten, die schon Patrick benutzte. Unfassbar oder?! Zwei Komplimente an einem Tag 😀 Leider war der Schauer in weniger als einer halben Stunde vorbei, aber immerhin kam die Hitze nicht ganz so schlimm zurück. Selbst Mr. Runfiz konnte ich zumindest einmal überrunden, dass ich das mal erleben darf 😉

Und dann endlich, nach langen und doch auch irgendwie kurzen 12 Stunden das grande Finale. Stopp genau bei der Labe, genau bei Patrick und Hubert. Bei Regina und ihren Damen, die uns den ganzen Tag super betreut haben. Nach ein paar Minuten kam auch Mr. Runfiz dazu und wir haben es uns erst einmal auf dem Boden gemütlich gemacht. Tatsächlich konnte ich gar nicht mehr aufstehen, denn bei jedem Versuch musste ich mich mit Schwindel sofort wieder hinsetzen. Irgendwann nach den Vermessern kam auch Megy vorbei. Total frisch und fit auf den Beinen. Hat zusammen gepackt und ist Richtung Dusche verschwunden. Also bei uns hat das nicht so gut geklappt :p

Irgendwann haben wir es dann doch auf die Reihe gebracht, unsere 7 Sachen gepackt und alles zum Auto gebracht. Katzenwäsche und frische Klamotten mussten reichen, denn die Preisverleihung war eigentlich schon in vollem Gange. An dieser Stelle herzliche Gratulation an alle Finisher, egal ob Stockerlplatz oder nicht! Das waren irre Leistungen, die an einem Tag wie diesem schier unmöglich schienen. Eine Hitzeschlacht sondergleichen. Ich bin wirklich froh, dass ich mich entschieden habe hier teilzunehmen. Auch wenn ich es dazwischen für mehr als nur ein paar Momente bereut habe. Fast dachte ich schon, es gibt keine Alterswertung, weil wir nicht genug Teilnehmer waren, doch dann wurde ich plötzlich doch aufgerufen. Oh man wie aufregend. Ich hab mich so dermaßen gefreut und der Preis kam wie gerufen. Ein ganzes Körberl voller Obst und Gemüse. Die Weintrauben waren im nu vernascht, danach gings mir auch gleich viel besser. Und der Pokal ist wunderschön! Auch wenn ich mich frage, wer wohl das Modell war, immerhin habe ich jetzt dessen Fingerabdrücke und Lebenslinien 😉

Ich möchte auch noch ein großes Dankeschön an die Veranstalter richten, wirklich schöner Event, rundum perfekt organisiert und das Beste daran, sämtlich Einnahmen kommen der Oberösterreichischen Kinderkrebshilfe zu Gute. Das ist doch mal der Knaller, oder?!

Vielen Dank den Turbo Schnecken und auch an die vielen Unbekannten, die Dank der Namensschilder auch die Einzelläufer anfeuerten. Ganz besonders sei hier Michel erwähnt, der im Clownskostüm und mit Musik seine Runden spazierte und wirklich für jeden stärkende Worte und ein Allez Allez hatte.

 

Vielen Dank den Anwohnern, die Wasser für uns bereit stellten. Bitter nötig an so einem heißen Tag! Ich hoffe eure Wasserrechnung ist jetzt nicht all zu hoch 😉

Hier sind noch ein paar Eindrücke von der Strecke, über den Tag verteilt. Danke Herr  Turbo Schnecke für die Fotos! Ich glaube man sieht ganz gut, wie die Stimmung über den Tag wechselt. Morgens noch konzentriert, mittags einfach nur kaputt und abends kann ich sogar wieder lächeln 🙂

 

So Leute, das wars dann auch schon wieder von meinem ersten 12-Stunden-Lauf. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich denke Prambachkirchen sieht uns nächstes Jahr wieder. Immerhin hat Mr. Runfiz noch eine Rechnung offen 😉

Zu den Ergebnissen bitte hier entlang.

Übrigens sind das die nächsten 81 Kilometer auf meiner Spendenliste. Gesamt also mittlerweile 237,6 Wettkampfkilomter, die meine Partner zu barem Geld für das Kinderhospiz Papageno machen!

asymmetrie.com

elysion.life

joyfoods.de

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organicpizza-salzburg.com

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