Mozart 100 – war es das für mich?

Das war mehr als ernüchternd. Hab ich zu hoch gepokert? Der Test gestern von Fuschl über Eibensee, Plombergstein, Schafberg- und Sausteigalm hat sehr viel Zeit gekostet.

Unbenannt

Aber erst mal der Reihe nach. Wir sind an diesem wunderschön sonnigen Sonntag gestern um 8:21 in Fuschl gestartet. Bis zum idyllisch gelegenen Eibensee geht es schöne Forstwege durch den Wald hinauf, ähnlich der Glasenbachklamm. Beim Abstieg danach haben wir uns gleich das erste mal verlaufen, also ein paar Meter und Höhenmeter extra, macht ja nichts, wir sind ja noch nicht lange auf dem Weg. Dafür wurden wir mit dem ersten schönen Ausblick Richtung Schafberg belohnt, ein weiteres Ziel dieser Runde. Am Fuße des Plombergstein wuselte es vor lauter Kindern im Klettergurt, an denen wir vorbei fast rauf bis zum Gipfel mussten. Dafür geht es auf der anderen Seite richtig cool runter durch kleine Felsspalten und Höhlen. Da gibt es allerdings so viele rote Markierungen, dass die Mozart100 Leute hoffentlich eine andere Farbe wählen haha. Danach geht es runter nach Winkl, dort haben wir bei einem Brunnen unsere Beutel und Flaschen aufgefüllt, zum Glück, denn das haben wir alles gebraucht.

 

Und jetzt gehts auch gleich richtig zur Sache. Ich war vor Jahren schon mal auf dem Schafberg, konnte mich aber nicht mehr genau an den Weg erinnern. Den hab ich wohl erfolgreich verdrängt haha. Durch den Wald über teils steile Singletrails geht es rauf auf 1320 Meter bis zur Schafbergalm. Das wäre dann auch die Halbzeit für den Mozart100. Eine Stunde haben wir dafür gebraucht, angeschrieben waren 2, also nicht so übel, oder :p Leider hat mich ab hier wieder dieses verdammte Seitenstechen geplagt, sonst wäre das ein richtig cooler Downhill gewesen, wo man ordentlich brettern kann. Da hab ich leider viel Zeit liegen lassen. Danach geht es hoch zur Falkensteinwand, aber nicht wie vom Wolfgangseelauf gewohnt entlang der Forststraße runter zum See, sondern ganz gemein noch einmal hoch zum Aberseeblick, super Aussicht, aber hätte es nicht wenigstens einmal der leichte Weg sein können? :p

EDIT: Der Aberseeblick ist tatsächlich nicht mehr dabei, ich hatte wohl noch die alte Route auf der Uhr gespeichert. Der Weg geht tatsächlich normal den Falkensteinweg entlang runter zum See. Sorry Mike :p

Es geht durch Fürberg durch und weiter am See entlang nach St. Gilgen, wo wir uns beim Minigolfplatz eine Cola gekauft haben. Die schmeckte einfach himmlisch und war in kürzester Zeit ausgetrunken 🙂

 

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Aberseeblick

Nach St. Gilgen wird es noch mal richtig heftig. Es geht hoch Richtung Zwölferhorn zur Sausteigalm. Wir hatten ja gehofft, dass das Gasthaus, welches man von unten sieht, unser Ziel ist, aber leider war dem nicht so. Hier haben mich dann auch Zweifel geplagt, ob ich die 100 überhaupt schaffen kann, wenn es jetzt schon so anstrengend ist. Mike musste mir ganz schnell ein paar Witze erzählen um mich abzulenken. Hat leider nur bedingt geholfen, die Zweifel sind größer denn je :/ Dafür war der Weg von der Alm runter nach Kühleiten und weiter bis Fuschl richtig schön, fast schon gemütlich. Kurz nach Kühleiten geht es noch mal etwas den Wald hoch, aber danach ist wirklich alles gut laufbar. Wir hatten tatsächlich noch Kraft in den Beinen. Das letzte Straßenstück bis zum Parkplatz war zwar nicht mehr so angenehm, aber das war ja jetzt schon das Ende.

 

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Alles zusammen mit Verlaufen und vermutlich etwas GPS Gehüpfe am Fuße des Plombergstein waren es laut Uhr 47 Kilometer und 2483 Höhenmeter. Ziehen wir die Definition für einen Ultra heran, war das praktisch mein Zweiter Ultralauf und Mikes erster Ultratrail, gratuliere mein Schatz 🙂 Gebraucht haben wir dafür 9:29:52, also weit über der Cut Off Zeit. Mike alleine wäre sicher schneller gewesen, aber hier geht es ja um mein Abenteuer und das hat seit gestern einen limitierenden Faktor dazu bekommen. Kontrollzeiten, die ich vermutlich nicht einhalten kann. Ich kann rechnen was ich will, wenn ich den ersten Teil nicht in unter 4 Stunden schaffe, bin ich spätestens nach dieser Runde raus und kann nur ein DNF nachhause bringen, drei Buchstaben, die kein Läufer in der Ergebnisliste sehen will. Aber zum Glück gibt es Plan B. Man darf nämlich nach 4 Stunden in Fuschl auf die 65k wechseln und das wird, sofern nicht ein Wunder geschieht und meine Beine schneller als jemals zuvor sind, vermutlich der Fall sein. Frau muss ja realistisch bleiben. Aber jetzt geht es erst mal ins Tapering, das heißt Urlaub genießen, Beine hoch legen bzw. nicht zu viel belasten und ausruhen. Am 16. Juni wird sich dann entscheiden, wie weit mich meine Mozart 100 Reise führt. Drückt mir die Daumen 🙂

Genaue Streckenbechreibung des Mozart100: https://www.mozart100.com/wp/wp-content/uploads/Streckenbeschreibung-mozart-100_2018_3.pdf

 

Meine Sponsoren:

Elysion.Life

Caffebar Testarossa Kiesel

La Stella, Jaques Lemans Store

Asymmetrie – Agentur für Design und Visuelle Kommunikation

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Ein Gedanke zu „Mozart 100 – war es das für mich?

  1. Pingback: Mozart Ultra – geschafft! | RUNFIZ

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