Unser Tag beim Mozart 100

So lange haben wir hin gefiebert und schon ist alles wieder vorbei *schnief* Es war ein toller Tag, wie immer perfekt organisiert mit allem was dazu gehört. Bestens gerüstete Labstationen, Fotografen an Ecken wo man sie nicht erwartet, Achtung Stolpergefahr hihi, und natürlich einer großen Bühne für einen würdigen Abschluss. Die neue Strecke des Mozart 100 ist extrem geil, aber auch sehr anspruchsvoll, genau wie es sein soll für einen Ultratrail. Nächstes Jahr werde ich mir dann auch alle anderen Streckenabschnitte zu Gemüte führen, aber das ist wieder eine andere Geschichte…

Für heuer haben wir es uns aber noch leicht gemacht und sind die zweitlängste Distanz, den Scenic Ultra mit 62 Kilometer und knapp 2100 Metern Aufstieg, zusammen gelaufen. Für die Damen gabs je 10 Kilometer und für die Herren je 20 Kilometer mit unterschiedlichen Anstiegen. Wir finishten in 7:40:01, satte 20 Minuten schneller als wir geplant hatten. Insgesamt reichte es für Platz 3 der Mixed Staffel… bei 3 Teams, aber das will keiner wissen 😉

Herzlichen Dank an mein Team: Andrea, Jörg und Mike

Von links nach rechts: Jörg, Mike, Andrea, Ich

Und wisst ihr wen ich getroffen habe? Joe Kelbel, seines Zeichens Autor des Buches „100 Kilometer für ein Bier“ und ein wirklich netter Kerl 🙂 Ich bin schon auf seinen Mozart100 Bericht gespannt. Den findet ihr dann hier, oder auf marathon4you.de.

Selfietime mit Joe Kelbel

Und ein Foto mit dem ältesten Teilnehmer Christoph Geiger aus der Schweiz lies ich mir auch nicht nehmen. Jahrgang 1942! Er ging für den Mozart 100 an den Start, hat aber leider nicht gefinished. Macht nix Christoph, dann musst du halt wieder kommen nächstes Jahr und wir rocken das Ding zusammen 🙂

Edit: Christoph hat es bis Kilometer 95 geschafft und ist dann leider vom Nockstein falsch runter gelaufen, so ein Mist aber auch.

Ein sehr sympathischer Christoph Geiger

Und jetzt unser Tag in Bildern:

Angefixt – Nicht schon wieder!

Es ist schon wieder passiert. Ich habe mir wieder einen Floh ins Ohr setzen lassen. Dieses mal wollte ich nur als Ausgleich schwimmen und dann kommt da jemand mit dem Wort Duathlon um die Ecke, genau genommen der Herr Lindinger, von allen nur liebevoll Lindi genannt, einer meiner liebsten Bergspezis und Lieblingssportartikelfachverkäufer. Ja, genau du bist gemeint 😉

Bergschnitte deluxe 😀

Eine kurze Googlesuche spuckte dann auch gleich was Passendes aus, den Aquathlon in Gmunden. Da mir der Termin im Juli aber für heuer einfach noch zu früh ist, werde ich den Bewerb für nächstes Jahr ins Auge fassen, denn vorher sollte ich wenigstens einen Kraulzug getan haben, bisher habe ich mich nämlich mit Brustschwimmen zufrieden gegeben. Aber um das zu verbessern darf mir Göttergatte zum Geburtstag einen Schwimmkurs schenken 😉

Hier noch mal meine zwei Männer 😉

Ich werde natürlich berichten, wie es mir im kühlen Nass ergeht 🙂

 

 

Benefizkonzert mit Stootsie von Salzburg

Hallo Leute,

das hat zwar nichts mit Laufen zu tun, aber ich veranstalte mit meinen Freunden von der Caffebar Testarossa Kiesel und dem legendären Stootsie von Salzburg (The Seesaw) ein kleines aber feines Benefizkonzert.

Credit: Robert Herbe

Der Eintritt ist frei, Spenden natürlich erbeten. Das ganze wird zu Gunsten des Kinderhospiz Papageno veranstaltet.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste 🙂

Hier geht’s zur Facebookveranstaltung!

15. Juli 2017, 18:00 in der Jigger Bar! Schallmooser Hauptstraße 44, 5020 Salzburg

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Über Sinn und Unsinn von Rekorden

NIRMAL PURJA: DREI ACHTTAUSENDER IN FÜNF TAGEN

Everest, Lhotse und Makalu, drei Achttausender-Gipfel in weniger als einer Woche: Dem Gurkha-Soldaten Nirmal Purja scheint dies geglückt zu sein.

© Nirmal Purja / Facebook

Wie die Himalayan Times in ihrer Online-Ausgabe berichtet, stand der 34-jährige Sergeant im Mai zwei Mal auf dem Everest sowie auf den Gipfeln von Lhotse (8516m) und Makalu (8485m), und das alles innerhalb von gerade einmal zwölf Tagen.

Originalbeitrag bei Alpin.de.

Unter den Kommentaren beim Facebook Posting hat jemand gefragt: „Für was solls gut sein?“

Meine Antwort: Für gar nichts, es muss nicht immer alles einen Sinn haben und einen Zweck erfüllen. Man kann etwas auch einfach so machen, weil man es will und weil man es kann.

Dann schreibt noch jemand: „Heutzutage tendiert man aber die Leistung zu steigern. Man genießt weniger.“

Muss Leistung erbringen gleichzeitig immer hart sein, etwas, das man nicht genießen kann? Oder werden solche Rekorde genau deshalb erzielt, weil sich jemand für eine Sache begeistert, für ein Projekt brennt, darin aufgeht und es genießt? Natürlich ist es hart, aber von nichts kommt ja auch bekanntlich nichts, aber genießen kann man es trotzdem. Aus genau so einer Leidenschaft entstehen große Projekte und damit auch Rekorde.

Wie denkt ihr darüber?

 

Rennjahr 2017

07. Mai 2017: Halbmarathon beim Salzburg Marathon – Lauffestspiele

17.Mozart 100: Scenic Ultra Staffel

Möni:Salzburg – Hinterwinkl: 10,2 km

Jörg:Hinterwinkl – Fuschl: 20,8 km

Andrea:Fuschl – Hof: 11,5 km

Mike:Hof – Salzburg: 19,5 km

22. Juli 2017: Großglockner Ultratrail – Weissee Gletscherwelttrail 

 

  • Start: Samstag, 22. Juli 2017, 08.00 Uhr, Staudamm Weissee, nahe Berghotel Rudolfshütte (2315 m).
  • Ziel: Kaprun
  • Distanz: 31,3 Kilometer
  • Positive Höhenmeter: 1000 m

Der Weissee Gletscherwelt Trail führt über den letzten Teil der Strecke des Großglockner ULTRA-TRAIL® (GGUT). Vom Weißsee kurz bergauf zur Rudolfshütte (2315 m) führt die Strecke zunächst begab zum Stausee Tauernmoos. Vor dort wieder bergwärts durch das Rifflkar und entlang des Rifflkees über das Kapruner Törl (2639 m). Dann bergab und entlang vom Stausee Mooserboden, über dessen gewaltige Staumauer und dann nur noch begab bzw flach ins Ziel nach Kaprun. Es geht vorbei an 3 Gletschern, rundherum rund 300 Gipfel mit mehr als 3000 m.

26. August 2017: Rupertusthermenlauf – Halbmarathon

Strecke Halbmarathon:
Friedrich-Ebert-Allee – Weißstraße – Pechmannstraße – Reichenbachstraße – Goethestraße – Unterführung B21 – Radweg Saalach Richtung Kretabrücke – Luitpoldbrücke – Wirtshaus Saalachsee – Fronau – zurück Richtung Staufenbrücke – Wendepunkt auf Höhe Johann-Häusl-Straße – Ziel Rupertustherme

21.10.2017: Salzburg Trailrunningfestival – Festungstrail

Der Festungstrail startet beim Kapitelplatz, im Herzen der Salzburger Altstadt. Zuerst laufen die LäuferInnen durch den Festspielbezirk, dann geht’s steil bergauf: Zwei Runden um den Mönchs- und Festungsberg. Zwischendurch wird auch das Kaiviertel entdeckt und stellt den LäuferInnen so manche Hindernisse. Pflastersteine und extrem enge Gassen erfordern höchste Konzentration.

Nach zwei Runden folgt ein steiler Anstieg hinauf zur Festung Hohensalzburg mit Wendeltreppen und Zieleinlauf im Innenhof. Die Strecke zur und durch die Festung Hohensalzburg ist weltweit einzigartig und mit Sicherheit ein lohnendes Ziel für die Strapazen. Dieser Bewerb kann sowohl als Einzelbewerb oder in Kombination mit dem Gaisbergtrail absolviert werden.

Was bisher geschah…

Seit über einem Jahr laufe ich. Zugegeben nicht das ganze Jahr durch, noch nicht einmal das Halbe. Anfangs halb nach Plan, halb irgendwie, dann wieder gar nicht weil Regen, Eis, Urlaub, ihr wisst schon. Trotz dem wenigen Training habe ich Wettkampfluft geschnuppert, am 1. Mai etwa beim 10 Kilometer Rennen im Zuge des Salzburg Marathon. Nichtsahnend an den Start gestellt, ganz hinten, man will ja niemandem im Weg sein. Meine Männer auf und davon, ich irgendwo hinten nach. Bei Kilometer 6 oder 7 dann Sichtkontakt zu einem von ihnen, der mehr humpelt als läuft. Oje denke ich, nicht gut. Ein anderer schon recht abgekämpft, den nehm ich mit bis zum Ziel, wo er mich kurz davor einfach noch mal abhängt, aber macht nichts, ich bin froh, dass ich das jetzt auch geschafft habe. Medaille umgehängt und ab zum Feiern. Das waren dann auch meine ersten zehn Kilometer am Stück.

Danach kam eine Email mit einer Vergünstigung für die Teilnahme am Mozart100. 100, in Worten einhundert Kilometer von Salzburg bis Fuschl am See und zurück, zwei mal. Unmöglich, aber als Team im 55 Kilometer Wettbewerb durchaus machbar. Gesagt getan. Zu viert haben wir das ganz gut gemeistert und durften dank mir als einziges Mädchen im Staffelbewerb sogar auf die große Bühne uns die Goldene abholen. Was war das für ein Tag, einfach fantastisch, die Teilnehmer, die Mitarbeiter, die Organisatoren, alles einfach wunderbar, aufregend und auch Ehrfurcht gebietend. Läufer ganze 100 Kilometer am Stück laufen zu sehen, einfach irre.

Im August ging es dann bei 34 Grad im Schatten nach Bad Reichenhall zum Rupertusthermenlauf, als hätte ich es schon geahnt, habe ich mich nur für die 10 Kilometer angemeldet, meine Jungs gingen für den Halbmarathon an den Start. Gott war das anstrengend, das lange Warten, die Hitze, Läufer, die zusammen gebrochen am Wegesrand liegen und die Feuerwehrdusche, die mir den Atem geraubt hat von heiß auf urplötzlich kalter Guss. Eine Zeit jenseits von Gut und Böse, Hauptsache durch. Und doch, danach ein Stolz, eine Glückseligkeit, eine Freude. Mensch du hast das jetzt durchgezogen, geiles Gefühl. Ein Bild sagt mehr als tausend Wort, sooo anstrengend war es nämlich.

Danach ging es im Training, wenn man es denn so nennen möchte, immer noch auf und ab. Als Jahresabschluss liefen wir noch beim Silvesterlauf in Seekirchen mit. Irgendwann dazwischen habe ich mich für den Halbmarathon am 1. Mai 2017 angemeldet, für den inneren Schweinehund, damit ein Ziel da ist, auf das ich hin arbeiten kann.

Und jetzt, tja, jetzt ist 2017 und eine neue Idee ist geboren, bei der ich zwei Sachen, die ich gerne mache, vereinen kann. Zum einen sammel ich seit einigen Jahren für verschiedene Vereine und Bedürftige Geld, seit letztem Jahr veranstalte ich dafür auch ein Benefizkonzert bei dem sämtlicher Erlös in die Jahresaktion mit einfließt. Das mache ich wirklich gerne, weil ich einfach anderen helfen will, die es nicht so gut haben wie ich. Und zum anderen sportle ich gerne.

Die Faszination Ultratrail hat mich so gepackt, dass ich dank vieler Bücher, aber speziell dem von Norman Bücher mit dem Titel „Abenteuer Motivation“ auf folgende Idee kam.

„Kauf die 100“, gut, eigentlich sind es 102, aber das wäre jetzt i-Tüpfelchen reiten. Ich verkaufe einfach meine Kilometer, die Anzahl der verkauften ergibt meine Renndistanz beim Mozart100, aber wie ich meine Freunde kenne, werden wohl alle verkauft, denn die wollen mich leiden sehen. Da braucht man keine Feinde mehr, oder?

Und da sind wir nun, „Kauf die 100“ befindet sich in der Planungsphase, 2018 werde ich starten für was auch immer mir die Käufer einbrocken.

Drei Sachen sind mir schon geglückt.

#1: Ich habe einen Mitläufer, der mir in den Allerwertesten tritt, wenn es denn sein muss und das wird es. Danke Richard für deine sofortige Zusage!

#2: Ich habe einen Trainingsplan. Auch danke Richard!

#3: Und ich habe ein Ziel. Nämlich Kohle machen für mein Projekt.

Ach ja, das ist Richard:

Das war der Rückblick, weiter geht’s mit dem Rennjahr 2017 🙂