Hart – Härter – Steyr

Das Leute war wirklich einer der härtesten Läufe, die ich bisher gemacht habe. Ich glaube das hab ich schon öfter geschrieben, aber dieses Mal stimmt es wirklich :p

Ich habe doch zwei und drei Wochen vor Steyr beim Fuschlseelauf und beim Dachstein Torlauf mitgemacht. Beide für meine Begriffe auf Anschlag und ziemlich flott. Nach Dachstein hat sich mein rechter Knöchel/Sprunggelenk gemeldet und ich hab zwei Wochen vor Steyr so gut wie nichts gemacht, damit wieder Ruhe einkehrt.

Leider hat das nicht geklappt und der Knöchel hat sich schon in den ersten Kilometern des 6 Stunden Laufes von Steyr gemeldet. Obwohl ich am Anfang noch relativ flott unterwegs war ist es nach zwei Stunden schon unangenehm geworden. Nach knapp der Hälfte habe ich Schuhe getauscht, in der Hoffnung, dass das etwas bringen würde. Gleichzeitig hat mir Mike vor dem Start der 3 Stunden geflüstert, dass ich mich auf Platz 2 vorgearbeitet habe und den wollte ich einfach nicht aufgeben. Also habe ich die Zähne zusammen gebissen und bin weiter gelaufen. In der letzten Stunde dann teilweise mit Tränen in den Augen gegangen oder gelaufhumpelt während die anderen an mir vorbei gelaufen sind :/

Die letzte Runde habe ich dann perfekt getimed und bin bei den beiden Sanitätern zum Stehen gekommen, wo ich mir gleich einen Kühlbeutel geholt habe. Meinen zweiten Platz konnte ich verteidigen und auch die anderen waren sehr erfolgreich. Jörg meisterte seinen ersten Ultralauf mit Bravour, Andrea lief beim 3 Stunden Bewerb auf Platz 3 in ihrer AK. Megy von Laufend Lachen Schenken sicherte sich den Overall Sieg im 3 Stundenlauf. Und auch ein neuer Weltrekord wurde aufgestellt, Simon Josy lief in 6 Stunden 48,5 Kilometer und das mit 85 Jahren! Auch die Lebenshilfe war mit zahlreichen Läufern vertreten, unter anderem eine blinde Dame, die mit Hilfe ihrer Begleiter Runde um Runde gegangen ist und das volle 6 Stunden lang. Herzliche Gratulation an euch alle!

Es hat mich sehr gefreut, ein weiteres Abenteuer mit meinem Mann und unseren Freunden zu erleben. Ich bin wirklich glücklich, so eine tolle Mannschaft gefunden zu haben. Team Runfiz wächst hoffentlich weiter und mit der Hilfe von Freunden lässt es sich gleich viel leichter Wettkampfkilometer sammeln und außerdem wird es wirklich nie langweilig 🙂 Nächster und für mich letzter Halt in dieser Saison ist der Wolfgangseelauf mit 27 Kilometern. See you there!

Und jetzt unser Tag in Bildern für euch 🙂


 

Hier gibt es noch Infos zum Lauf, die Ergebnisse und jede Menge Fotos:              https://www.6h-steyr.at/ 

Gesammelte Wettkampfkilometer: 372 Km

Meine Sponsoren:

Tuinapoint Salzburg

asymmetrie.com

elysion.life

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organicpizza-salzburg.com

testarossa.cafe

Tuina Point Salzburg

Was so ein Jobwechsel alles mit sich bringt? Für mich auf jeden Fall neue Kolleginnen und Kollegen und einen neuen Sponsor 🙂

Andreas Hausstätter ist Tuina Therapeut mit zusätzlicher TCM Ausbildung. Außerdem kann er sich noch um die Wirbelsäule kümmern und diese nach der Dorn-Breuss Methode richten. Kinesiotaping, Funktionsgymnastik, Qi Gong und weitere Therapieansätze runden das Angebot ab. Ein Kräuterkundiger ist er obendrein, sieht aber nicht aus wie Miraculix 😉      Übrigens kann er auch bei diversen Allergien behilflich sein.

Aber lest selbst, was er über sich und seinen Werdegang schreibt:
„Schon in meiner frühesten Kindheit wurde mir von meiner Mutter vermittelt, dass wir uns mit einer Alternativmedizin sehr gut unsere Gesundheit erhalten und verbessern können. Ich bin mit der Kräuterkunde von der Heiligen Hildegard von Bingen (Hl.HvB) aufgewachsen. Dieses Wissen hat mir immer eine ergänzende Sichtweise zur Schulmedizin offenbart, die mir selbst oftmals eine auf natürlicher Basis basierende Heilung beschert hat.
Wie es der Zufall so bringt, habe ich in meiner dreijährigen Ausbildung als Tuina Therapeut, (Lehrinstitut Fühlbar anders in Salzburg) und einer zweijährigen TCM Weiterbildung, immer wieder Parallelen zur H.HvB Heilmethoden mit der chinesischen Medizin beobachtet.
Daraus konnte ich mit den gleichen Grundsätzen die TCM und HHvB Heilmethoden verbinden und eine gemeinsame Strategie für eine alternative Heilung erarbeiten, die ich auch in meinen Seminaren gerne an andere interessierte Menschen weitergebe.“
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Und ja, diesen wirklich gut ausgebildeten freundlichen und aufgeschlossenen Therapeuten darf ich seit Neuestem zu meinen Sponsoren zählen. Einmal im Monat wird er mich durchkneten, gerade biegen und was sonst noch alles nötig ist um mich und meine Beine am Laufen zu halten, damit auch weiterhin viele Wettkampfkilometer dazu kommen, die dann von anderen Sponsoren zu barem Geld für das Mobile Kinderhospiz Papageno gemacht werden.

Der erste Termin glich einem gegenseitigen Beschnuppern, wobei aber trotzdem ordentlich gearbeitet wurde. Seit ich denken kann ist meine Wirbelsäule schief und über die Jahre haben sich natürlich kleine Wehwehchen eingeschlichen. Die nächsten Termine werden zeigen, wie weit er das wieder richten kann, aber er ist guter Dinge, also bin ich das auch. Und wenn ihr wissen wollt, wo es ein Zeitloch gibt, dann legt euch auf Andreas Liege, die 45 Minuten waren im Nu vorbei. Kurz danach fühlte es sich erst einmal schlimmer an, aber am Tag danach habe ich gemerkt, dass hier was gemacht wurde und mein Körper über Nacht gearbeitet und sich irgendwie ausgerichtet hat. Klingt komisch, aber ich wüsste im Augenblick nicht, wie ich es euch anders beschreiben soll. Ich für meinen Teil freu mich schon aufs nächste Mal im Oktober. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, was hier so passiert und wie es mir dabei geht.

Wer aber jetzt schon neugierig geworden ist, kann sich hier ein wenig umsehen, oder sogar gleich einen Termin ausmachen.

Kontakt:

Mail: therapie@tuinapoint.at

Tel: 0664 4138795

Webseite: http://www.tuinapoint.at/db3/

Facebook: https://www.facebook.com/hausstaetter/

Gesamtkilometer für die Spendenliste: 348 km

Weitere Sponsoren:

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Dachstein Torlauf 2018

Auf Grund des Wetters habe ich nicht wirklich viele Bilder gemacht, aufmerksame Follower werden die paar bereits auf Facebook oder Instagram gesehen haben. Der Lauf selber war aber ziemlich cool, eine wirklich tolle und vor allem schnelle Strecke und trotz Nässe sehr gut laufbar. Leider hab ich es mir nicht gut genug eingeteilt, da es eine Woche davor beim Fuschlseelauf auch so gut ging bin ich einfach los gelaufen und dachte das geht schon und die Strecke hat einfach zum Ballern eingeladen. Für die 12 Kilometer in Fuschl hat die Taktik gut gereicht, aber für die 24 km mit 650 Höhenmetern wars dann doch zu gewagt. Die erste Hälfte hat gut geklappt und ich bin gut voran gekommen, aber nach dem steilsten Stück eine Straße zum Parkplatz der Silberkarklamm hoch wars irgendwie vorbei. Danach wollten die Beine einfach kein Tempo mehr machen. Die zweite Hälfte hat sich dann gezogen wie ein Kaugummi und ich bin nicht und nicht weiter gekommen. Das letzte Viertel war ich dann meistens mit einem älteren Herren gleich auf, was auch gar nicht so schlecht war, denn ein zwei Abzweigungen waren für mich nicht eindeutig markiert und er hat mir gut den Weg gewiesen. Kurz vorm Ziel haben sie uns dann noch eine Extraschleife durch eine frisch gemähte Wiese geleitet, obwohl wir vorher einfach von oben runter laufen hätten können um ins Ziel zu gelangen. Das war dann auch nicht mehr ganz so lustig :p Letztendlich konnte ich nicht unter 3 Stunden bleiben und bin mit 03:06:31 eingetrudelt. Immerhin wurde ich bei der Tombola danach entschädigt und ging mit einem Paar nagelneuer La Sportiva Laufschuhe, gesponsert von Ski-Willy, nachhause, yeah 🙂

Alles in Allem eine klare Empfehlung für nächstes Jahr, eine noch kleine, aber sehr feine Laufveranstaltung, die auch zum Atra Speed Trail Cup zählt und wenn es das Wetter nächstes Jahr zulässt mit der langen Distanz auch zum Marathon Trail Cup.

 

Hier gibt es noch ein cooles Video vom Lauf, wenn ihr genau aufpasst, seht ihr sogar mal Mike durchs Bild flitzen 🙂

 

Gesamtkilometer für die Spendenliste: 326,8 km

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Fuschlseecrossing & Fuschlseelauf

Irgendwie meinte es der Wettergott gut mit mir. Auch wenn er mit dem Nass von oben etwas sparsamer sein hätte können, war es doch insgesamt für mich in Ordnung.

Samstag hieß es antreten zu meinem ersten Freiwasserschwimmbewerb. Ich habe mich vor gefühlten Ewigkeiten für das Fuschlseecrossing, die halbe Strecke, angemeldet und jetzt war es endlich so weit. Nachdem wir die Startunterlagen für das Schwimmen und für den Lauf am nächsten Tag geholt haben, hieß es erst einmal ab zum Racebriefing, welches nicht nur informativ, sondern auch recht unterhaltsam war. Danach ging es mit den Booten der Wasserrettung zum Badeplatz Stöllinger. Wir hatten wohl das „Speedboat“ erwischt, denn während der kurzen Fahrt überholten wir kurzerhand einfach die anderen 3 Boote mit dem selben Ziel. Vom Boot ging es direkt ins Wasser, denn pünktlich um 13 Uhr war der Startschuss zu hören.

Zum Glück hielt sich das Gedränge einigermaßen in Grenzen und ich bekam keine Füße oder Ellenbogen ins Gesicht. Ich brauchte eine Weile bis ich einen halbwegs guten Rhythmus gefunden habe, aber nach den ersten paar hundert Metern ging es eigentlich ganz gut. Irgendwann sah ich plötzlich Steine unter mir und dachte, hoppla, da stimmt etwas nicht. Ich war zu weit rechts geschwommen und ziemlich nah ans Ufer gekommen. Das bedeutete natürlich, dass ich einen Umweg gemacht habe.

Im weiteren Verlauf versuchte ich wieder auf Linie zu kommen, aber im Endeffekt schwomm ich eine Art Zick-Zack-Kurs. Zu meinem Glück hielten sich die Wellen so lange ich im Wasser war zurück und so machte der Umweg von der Zeit her jetzt nicht so viel aus. Ziel war unter einer Stunde zu bleiben und möglichst nicht als Letzte ins Ziel zu kommen.Beides ist mir gelungen. Offizielle Zeit: 47 Minuten und 44 Sekunden. Laut meiner Uhr für 2249 Meter, tja, shit happens 😉

Übrigens torkelt man da ganz schön wild aus dem Wasser, mir war tatsächlich leicht schwindlig und ich brauchte ein paar Momente, bis ich mich wieder an festen Boden unter den Füßen gewöhnt hatte.

Sonntag waren wir dann für den Fuschlseelauf gemeldet. Schon bei der Hinfahrt begann es zu regnen und das hörte auch während dem Einlaufen nicht auf. Aber manchmal muss man auch Glück haben und pünktlich mit dem Startschuss fiel der letzte Tropfen und im weiteren Verlauf wurde es sogar heller und man konnte die Sonne erahnen. Trotzdem waren natürlich die Temperaturen im Keller, immerhin hat es auf unter 1000 Meter runter geschneit und das spürte man.

 

Wir umrundeten den Fuschlsee im Uhrzeigersinn. Die ersten Kilometer war ich für meine Begriffe richtig schnell unterwegs und so hoffte ich, dass ich mir einen kleinen Vorsprung auf die Anstiege vom anderen Ufer raus laufen könnte. Sogar die Tore zum Schloss Fuschl waren für uns geöffnet und so sparten wir uns diesen einen knackigen Anstieg durch den Wald. Der Rest des Weges führte wunderschön den See entlang, der mystisch gedampft hat, so wie wir Läufer vermutlich auch, nur nicht ganz so mystisch. Die Labe hat mich leider enttäuscht, denn trotz des Wetters und der niedrigen Temperaturen gab es nur kalte Getränke. Da hätte ich mir einen warmen Tee gewünscht. Kalte Getränke bei solchen Temperaturen verursachen bei mir Bauchschmerzen und so bin ich ohne zu trinken weiter gelaufen. Nach und nach, speziell bei den Anstiegen, schaffte ich es, den ein oder anderen Läufer zu überholen. Gesamt änderte das zwar nicht viel, aber für mich ist das immer wieder eine Freude, auch wenn mir manche der Überholten doch ein wenig leid taten. Auf der Straße versuchte ich noch einen letzten Sprint hinzulegen und lief durch den ersten Bogen und dachte, yeah fertig. Als ich locker um die Kurve auslaufen wollte, signalisierten mir die anderen, dass ich noch durch den zweiten Bogen müsste, damit meine Zeit zählt. Hui knapp noch mal den Mann neben mir überholt und vor ihm rein gehuscht.  Aber jetzt, fertig. Leider gab es auch im Ziel keine warmen Getränke, also holte ich mir fürs erste Mannerschnitten und Melonen. Die zwei Gastrobons aus dem Startersackerl wurden mir für eine kleine Portion Nudeln mit Sauce abgeknöpft. Nach dem Begutachten der offiziellen Ergebnislisten haben wir uns aus dem Staub gemacht und sind den Rest des Tages gemütlich auf der Couch versumpft. Was soll man denn sonst machen, nach zwei Tagen Action? 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Das wars also von diesem Rennwochenende. Nächster Startschuss schon kommenden Samstag beim Dachstein Torlauf in Ramsau. Drückt uns die Daumen, dass das Wetter wieder mitspielt 🙂

Die Kamera werde ich dann auch wieder dabei haben, dann gibt es hoffentlich bessere Fotos :p

Und es gibt Neues an der Sponsorenfront, aber dazu mehr im September 😀

Gesamtkilometer für die Spendenliste: 302,8 km

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Zugspitze via Stöpselzieher (Video)

Das war also Gipfel Nummer 3 unserer European 47 Liste.

Nach Triglav und Großglockner letztes Jahr, sind wir heute kurzentschlossen um 3 Uhr morgens aufgestanden und zum Eibsee gefahren. Dort sind wir bei bestem Bergsteigerwetter über die Wiener Neustädter Hütte und den Stöpselzieher gute 2000 Höhenmeter nach oben auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, geklettert. Der Steig ist anfangs etwas langweilig, wird aber bald richtig cool, spätestens ab der Hütte, wenn es durch den Flaschenhals geht und wir Stöpsel uns da durch quetschen ist die kleine Kraxelei richtig lässig. Insgesamt haben wir dafür nicht ganz 5 Stunden gebraucht.

Oben angekommen ist das ein echter Kulturschock, weg von den fast einsamen Steigen hinein in ein buntes Getümmel an Bahngästen, Restaurants und Verbauungen, Kran inklusive. Runter haben wir es uns leicht gemacht und die Bahn zurück zum Auto genommen, 33,50 pro Nase, man gönnt sich ja sonst nichts.

Das ganze haben wir für euch in eben diesem fast 8 Minuten langen Video zusammen gefasst. Den Soundtrack dazu liefert Maybeshewill, die liefen nämlich im Auto bei der Anreise.

Thank you guys for that awesome sound. https://www.facebook.com/mybshwll/

Wir hoffen euch gefällts 🙂

Spendenaktion zu Gunsten des Mobilen Kinderhospiz Papageno: https://www.leetchi.com/c/soziales-vo

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Dirndltal Extrem Ultratrail – Mini

Wie man sich für diese Variante des Laufs die Bezeichnung Mini ausdenken kann, ist mir echt ein Rätsel, aber nun gut, hier also mein Bericht zum Mini 😉

Der Dirndltal Extrem Ultratrail – eigentlich ein Lauf mit 111 Kilometern und gut 5000 Höhenmetern – hat heuer mit neuer Unterdistanz Mini ein paar Dirndltal Neulinge angelockt, unter anderem uns. Mit 51 Kilometern und um die 2000 Höhenmetern ist der Lauf zwar nicht so mini, wie der Name vielleicht vermuten lässt, aber auch nicht so unglaublich lang wie sein großer Bruder. Wir waren zumindest neugierig, wo man in Niederösterreich so viele Höhenmeter zusammen bringt. Wir sind Freitag angereist und die Aussichten waren mehr als flach, flacher geht fast gar nicht mehr. Nach dem Startnummern abholen, Race Briefing und kurzem beschnüffeln der anderen Teilnehmer, haben wir uns in Herzogenburg einquartiert und sind mit unserem Laufkumpel Richi essen gegangen. Die Hitze war eigentlich da schon unerträglich und so haben wir uns alle gefragt, wie wir das am Samstag aushalten werden. Wir haben uns auf Augen zu und durch geeinigt.

Samstag Morgen. Nach einer unangenehm warmen Nacht im fremden Bett ging es erst mal zum Frühstück. Danach fuhren wir nach Ober-Grafendorf, von wo aus die 111er und Staffelläufer um 06:00 schon gestartet sind. Wir allerdings hatten genug Zeit, denn unser Shuttlebus ging erst um 09:00. Also erst mal gemütlich hin setzten und die anderen Läufer kennen lernen. Darunter Michael aus dem wunderschönen Lungau, der dann später den dritten Platz belegte, ziemlich coole Leistung für seinen ersten Ultratrail! Um 09:00 fuhren wir also alle zusammen mit dem Bus nach Schwarzenbach. Auf dem Weg dahin wurde aus dem Flachland dann doch noch Hügelland und schließlich ein enges Tal, wo es links und rechts doch recht steil nach oben ging.

Und so war es dann auch gleich vom Start weg. Nach ungefähr 15 Metern über die Straße und über eine kleine Brücke liefen wir praktisch durch den Garten einer älteren Frau, die vorsorglich ein Absperrband befestigt hat, damit ihr niemand die Äpfel vom Baum klaut. Das war es aber dann auch schon wieder mit lustig, denn es ging wirklich steil nach oben in Richtung Eisenstein. Gerhard, der Organisator, hat nicht gelogen, einfach war es nicht. Die ersten 400-500 Höhenmeter hatten es schon ordentlich in sich und ich bin praktisch von der ersten Minute weg ausgeronnen. Was mir schwer fällt, ist bei so einem Start, danach die Laufbeine zu aktivieren. Irgendwie wollen die im Wandermodus bleiben, aber das ist halt bei so einem Lauf nicht möglich. Ich hab mir irrsinnig schwer getan, auch den restlichen Tag noch immer wieder in den Laufschritt zu wechseln.

Oben angekommen begrüßten uns bei der Julius-Seitner-Hütte die ersten Helfer. Nach dem Eisenstein ging es weiter in Richtung Hohenstein. Nach einem angenehmen, aber leider nur kurz währendem Auf- und Ab, ging es wieder nach oben. Dieser Anstieg war zwar nicht mehr ganz so schlimm wie vorher, hat aber bei dieser Hitze dennoch gereicht um wieder völlig ausgelaugt bei der nächsten Hütte und somit Labe Nummer zwei anzukommen. Das Otto-Kandler-Haus bittet seine Besucher Holz die letzten Meter bis zur Hütte mit hoch zu bringen, das haben wir aber ausgelassen, ich schätze sie verzeihen uns 😉

Dort haben wir tatsächlich zwei Läufer eingeholt, wobei die eine Dame gleich wieder weg war, die ist uns dann auch nicht mehr unter gekommen, und ein anderer Läufer, der noch ein wenig gerastet hat. Und ab hier ging es auf den berüchtigten ewig langen Schotterstraßendownhill. Und sie haben nicht gelogen. Das war schlimmer als die beiden Anstiege vorher zusammen genommen. Das hat ewig gedauert, ich dachte schon das hört nie auf. Ungefähr bei Kilometer 17 hat uns dann auch der Führende des 111er Laufs überholt. Wahnsinn sah der gut aus, locker flockig unterwegs. Vom Hörensagen erfahren wir später, dass er sich sogar verlaufen hat, aber trotz 20 Minuten Extraweg das Ding in 12 Stunden und 25 Minuten gewonnen hat. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor so einer Leistung!

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Endlich im wahrsten Sinne des Wortes ganz unten angekommen haben wir in Schrambach bei Labe Nummer drei Thomas wieder getroffen (ganz links im Bild sitzt er und hadert mit sich selbst 😉 ), der meinte, dass er aufhört uns aber bei der nächsten Labe doch wieder eingeholt hat, weil er es sich anders überlegt hat. Wir sind dann auch gemeinsam über die Ziellinie gelaufen, aber so weit sind wir noch lange nicht 😉

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Ab jetzt war es eine ganze Weile ein Straßenlauf. Unerbittlich immer weiter nach oben. Dazwischen mussten wir mal anrufen, ob wir denn noch auf dem richtigen Weg waren, denn uns kam es spanisch vor, so lange auf einer gut befahrenen Straße zu laufen. Außer Straßenbaumarkierungen kam uns auch nichts mehr unter. Aber nein, alles paletti, wir müssen, eh klar, bis ganz nach oben, dann dürfen wir rechts einbiegen und von der Straße weg. Oben angekommen musste ich kurz pausieren und einen Riegel essen. Auf dem Asphalt hat es so gebrannt, mir war kurz richtig übel. Aber ich hab mich wieder gefangen und Mike hat mich weiter angetrieben. Im Prinzip ging es hier immer weiter Auf und Ab bis nach Geiseben und Labe Nummer 4. Kurz davor hat jemand einen Rasensprenkler aufgestellt und hat uns zusätzlich noch mit seinem Gartenschlauch abgespritzt, das war richtig klasse 🙂

Jetzt mussten wir noch einmal nach oben und zwar zum Kaiserkogel, wo wir praktisch durch die Terrasse der Hütte laufen mussten. Das war sehr einladend, weil auch schön im Schatten, aber wir mussten weiter. Uns lief die Zeit davon, wir wollten ursprünglich in 8 Stunden fertig sein, aber das war leider nicht machbar, zumindest nicht für mich. In Kammerhof wartete die letzte Labe auf uns. Danach mussten wir nur ganz kurz eine Straße nach oben bis es schlussendlich nur noch bergab zurück nach Ober-Grafendorf ging. Und ich sags euch, das waren wirklich die schlimmsten letzten Kilometer, die ich bisher laufen musste. Es ging ewig nur geradeaus die Bahngleise entlang. Die Häuser wollten nicht und nicht näher kommen. Das war schlimmer als damals in Kaprun beim GGUT. Es war einfach kein Saft mehr in den Beinen. Ich konnte gerade noch einen Zombie-Schlurf-Laufschritt halten. Mike hat versucht mich zu motivieren, aber es ging einfach nicht mehr. Es hat mich schon gewundert, dass ich überhaupt irgendwie gelaufen bin. Lieber wär mir spazieren gewesen haha. Weiter vor uns waren noch zwei Läufer, die hab ich dann anvisiert und mich von denen nach vorne ziehen lassen, was auch funktioniert hat, denn kurz vorm Abbiegen in die Straße Richtung Ziel haben wir sie eingeholt. Letztendlich haben wir mit Thomas und den beiden einen 5er Zieleinlauf gemacht. Endlich fertig. Endlich was Kaltes zu trinken und endlich raus aus den Schuhen :p

So kaputt wie ich war, war trotzdem eines sofort klar. Nächstes Jahr kommen wir wieder. Da ist definitiv noch eine Rechnung offen. Ich möchte gerne die 8 Stunden schaffen und Mike zieht alleine los und versucht sein Glück mit der schnellen Truppe. Ob ich jemals die 111 versuche kann ich euch jetzt noch nicht sagen, aber ihr kennt mich ja, ich bin immer so wahnsinnig schwer zu überreden. Außerdem haben wir ja jetzt noch ein Jahr Zeit, bis wir uns entscheiden müssen. Aber jetzt gibt es noch ein paar Bilder von der Medaillenvergabe und Siegerehrung am Sonntag.

Wer sich die Strecke, Details und Ergebnisliste ansehen will, kann das hier machen.

Für gefühlte Trillionnen Bilder einfach bei Foto Durl durch klicken, vielen lieben Dank für diese Fülle an Fotos 🙂

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter und Helfer. Was ihr da für so eine kleine Starterrunde auf die Beine stellt, ist schon der Wahnsinn. Gerade mal 129 Läufer waren insgesamt gemeldet und ihr macht einen riesen Event daraus, der anderen Läufen mit mega Sponsoren und Zeugs in nichts nachsteht. Von Anfang bis Ende war alles bestens organisiert, top ausgeschildert und markiert und die Betreuung an den Labestellen ausgezeichnet. Auch die GPS Tracker sind genial, da kann man sich fast nicht verirren, denn ihr habt uns immer im Blick und könnt bei Anruf genau sagen, ob wir noch richtig sind. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr, dann hoffentlich nicht ganz so heiß und mit schnelleren Beinen 🙂

Das Rennen:

https://www.facebook.com/pg/Foto-DURL-276506962392082/photos/?tab=album&album_id=1926172274092201

Die Siegerehrung:

https://www.facebook.com/pg/Foto-DURL-276506962392082/photos/?tab=album&album_id=1927267360649359

Das sind jetzt auch die nächsten 51 Kilometer auf meiner Spendenliste. Gesamt also mittlerweile 288,6 Wettkampfkilometer, die meine Partner zu barem Geld für das Kinderhospiz Papageno machen!

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